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Paradiesisch lecker … PARADEISER!

Herzlich willkommen, meine Lieben da draußen, an diesem wunderschönen Sommertag.
Das Wetter ist herrlich! Der Himmel ist blau, das Gras ist grün und die Sonne strahlt!
Kein Tag um einen kühlen und farblich eher zurückhaltenden Wohnzimmer-Post zu bringen.
Nein, heute wird’s überschwänglich und farbenfroh …. und auch ein wenig österreichisch.

Hello and welcome, my dear readers and friends, on this wonderful sunny and hot Summer day, here in Austria. Although I promised to come back with pictures of my living room, I changed my mind.
It is such a wonderful and sunny weather here that I am much more in the mood to show you how we easily grow tomatoes on our porch.

Den Star meines heutigen Posts habt ihr bestimmt sofort am Titelbild erkannt.
Nur die Bezeichnung, die ich in den Titel geschrieben habe, wird den wenigsten von euch geläufig sein: Paradeiser!
Paradeiser ist die österreichische Bezeichnung für Tomaten.
Zugegeben ein Wort, das man auch in Österreich heutzutage nur noch selten und wenn dann eher in den östlichen Bundesländern hört.
Und die ganz Jungen werden das Wort auch dort nicht mehr kennen.
Wo diese Bezeichnung herkommt, will ich hier nicht erläutern. Das wird hinlänglich in verschiedenen Online-Diktionarien erklärt.
Vielmehr möchte ich euch heute zeigen, wie einfach es sein kann, Tomaten zu ziehen und dabei ein wenig österreichische Wortschatzpflege betreiben, weshalb ich dieses Fruchtgemüse ab sofort nur noch als Paradeiser bezeichnen werde.
Zumal eine der Sorten, die wir heuer gepflanzt haben auch als Bio Cherry-Paradeiser bezeichnet wird.

First up I have to confess: as good as I may be in growing flowers and roses and perennials, as lousy are my skills as a vegetable-gardener. I tried and tried and tried it in so many different ways. All the endeavour resulted in failure and we ended up dismantling our raised bed and using the material of it otherwise.
One day, of course, I will start a new and try it again – when all my other garden plans are realized. But up to that day, our little property will remain a flower garden.
With one exception: Tomatoes!

Gemüse zu ziehen empfinde ich eigentlich als ziemlich arbeitsaufwändig und meistens auch frustrierend. Seitdem ich gärtnere, habe ich schon die verschiedensten Varianten des Gemüseanbaus ausprobiert. Geendet hat es jüngst damit, dass wir unser letztes Hochbeet abgebaut und das Holz anderweitig im Garten verwendet haben.
Eines Tages werde ich ganz bestimmt einen neuen Versuch starten – wenn alles andere im Garten (oder zumindest das meiste) angelegt ist. Aber bis dahin bleibt unser Stückchen Erde vorerst ein reiner Ziergarten. Mit einer Ausnahme: Paradeiser!

Letztes Jahr habe ich Paradeiserpflanzen geschenkt bekommen und war somit gezwungen, sie zu pflanzen und zu pflegen. Ich habe sie kurzerhand in relativ große Plastiktöpfe gesetzt und an die Südwand unseres Hauses gestellt. Jedes Pflänzchen bekam seinen eigenen Topf, der einen Durchmesser von 40 cm und eine Höhe von ca. 38 cm hatte. Um auf Nummer sicher zu gehen, habe ich mir extra die dafür passende Erde geholt – und einen flüssigen Biodünger.
Und siehe da: Die Pflanzen wuchsen prächtig und brachten eine ordentliche Ernte ein.

Last year I was gifted with some tomatoe seedlings, so I was forced to plant and cultivate them.
I put them into big planters that we had in our basement and place them on the south side of our house. And they grew and gave us an unexpected big harvest of delicious tomatoes.




This was pure motivation of course and we tried it again this year.
As we did not like, how the plastic planters looked on our porched, we built a big planter from wood
that hided the plastic pots.
And again, also this year, it worked perfectly. Without a green house or any other protection,
the tomatoe plants were growing and having many fruits.

Was uns natürlich kräftig motiviert hat und wir beschlossen haben, ab sofort jedes Jahr auf diese Weise Paradeiser zu ziehen.

Die schwarzen Plastiktöfpe sahen allerdings wenig attraktiv aus und die Metallstangen, die wir zum Aufbinden verwendet haben, waren eine ziemlich wackelige Angelegenheit.
Also haben wir für unsere zukünftigen Pflanzungen einen Trog aus Fichtenholz
zusammengezimmert, mit einer integrierten Rankhilfe an der Rückseite.
Die Paradeiserpflanzen wurden auch heuer wieder in die Plastiktöpfe gesetzt, aber die stehen nun versteckt in dem Trog und das Gerüst ist stabil und hoch genug um die langen Triebe der Pflanzen zu halten, selbst wenn der Wind, der hier von der Westseite kommend ganz schon kräftig werden kann, durchpfeifft.

Und auch heuer wieder: Tolle Ernte und keine Krautfäule bisher.
Es funktioniert.
Die Pflanzen stehen dicht an der Südwand und haben den ganzen Tag Sonne.
Wir haben einen leichten Dachvorsprung, der allerdings ein ganzes Stockwerk über den Pflanzen liegt. Dennoch kommt an die Blätter nur selten Regen dran und wenn, dann trocknet der rasch wieder ab – eben dank Sonne und Wind.
Meistens kommt der Regen auch nicht an die Erde, was bedeutet, dass ich fleißig gießen muss.
An heißen trockenen Tagen wässere ich täglich, aber spätestens immer dann, wenn die Oberfläche der Erde im Topf trocken aussieht.
Den Dünger verdünne ich etwas mehr, als auf der Anleitung steht, dafür aber dünge ich einmal pro Woche ab der fünften Woche nach der Pflanzung.



And they taste deliciously.

Oh und der Geschmack unserer Paradeiser ist einfach köstlich.
Süß und paradiesisch.

Natürlich , meine Lieben, kann ich nicht garantieren, dass diese Methode immer und bei jedem funktioniert. Doch ausprobieren schadet nicht. Hier nochmal in Stichworten die Bedingungen, die bei uns funktionieren:
Viel Sonne, guter Luftdurchzug, Südwand, fleißig wässern und regelmäßig düngen.

Mir bleibt jetzt nur noch euch gutes Gelingen und reiche Ernte zu wünschen.
Und natürlich ein schönes entspanntes letztes Juli-Wochenende!

Well, my dear friends, July is almost over now. It has been a wonderful Summer month here around and I enjoyed it very much.
With July also my vacation is coming to an end but I am pretty relaxed and in a good mood.
I really hope you had a wonderful July too. Enjoy this last weekend in July
and I would appreciate if you will come back, when I really really am going to show you pictures of my living room soon.
Thank you for your visit – and for all your lovely and kind comments. I so much love to read them.

Bye for now!
Hugs
Hilda

Wir lesen uns bald wieder, wenn ich dann wirklich … allerhöchstwahrscheinlich … ziemlich sicher mit Bildern aus meinem sommerlich dekorierten Wohnzimmer zurück komme ….

Bis bald
Hilda

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Quick and Easy DIY: Maritime Summer Wreath!

Einen wunderschönen Mittwochmorgen, meine Lieben da draußen.
Ich hoffe es geht euch allen gut und ihr genießt eine schöne Zeit.
Bei uns hier macht der Sommer gerade eine kurze Pause
und das ist mir eigentlich ganz recht.
Good Morning my dear readers and friends.
I hope you are enjoying a wonderful time.
Here in Upper Austria Summer is taking a short break
and I am really not sad about it.

Everytime when the weather forces me to stay inside I enjoy to stroll through our house,
doing there a little decoration, making here some little changes and looking for
inspiration everywhere.

As it happened the other day!
I saw this big metall hoop in our basement, that I never used for anything up to now.
And in that moment I saw it hanging above my mantle as a maritime Summer wreath.

Versteht mich nicht falsch,
ich liebe es mich im Pool zu aalen,
oder es mir auf der Terrasse mit einem guten Buch oder einem Stapel inspirierender Magazine gemütlich zu machen.
Aber genauso gerne tigere ich bei Regenwetter durch’s Haus,
gestalte da ein wenig um, dekoriere da ein bisschen
oder probiere die eine oder andere Idee aus.

Und am meisten mag ich es, wenn mir ganz spontan etwas einfällt,
ich mich sofort an die Umsetzung mache
und es dann auch noch gelingt.

Das ist mir kürzlich passiert.



Ein großer (etwa 50 cm im Durchmesser) metallener Reifen war der Auslöser.
Ich sah ihn da hängen, im Keller, noch ganz unberührt.
Könnte der nicht heuer über meinem Kaminsims hängen?
Gedacht, mitgenommen und ausprobiert.

I took the hoop, collected all kind of material that I thought I could use for the DIY
and started immediately with it.
First I wrapped butchers twine all around to cover the whole hoop.
Than I added some twine at what I wanted to be the top of my wreath as a hanger.
The ends of the hanger inspired me to put on some wooden beads, that could
hang down to the middle of the hoop.
An then I just decorated the wreath as it came up to me.

Zuerst hab ich alles mögliche Material zusammen getragen, von dem ich dachte,
ich könnte es für den Kranz, der mir vorschwebte gebrauchen.
Dann habe ich den Metallreifen mit Paketschnur umwickelt.
Ich habe dafür gleich drei Schnüre auf einmal verwendet, so ging es schneller
und das Ganze wirkte ein wenig natürlicher und unregelmäßiger.
Danach hab ich einfach drauf los dekoriert.


Some eucalyptus on the base,
wooden vine as a tie, a shell and a starfish
and to top it all: a dried flower of a hydrangea.
Done!

Die Aufhängung habe ich zuerst angebracht.
Die herab hängenden Enden der Äufhängung haben mich dann auf die Idee gebracht,
Holzperlen an den Enden zu befestigen.

Den unteren Teil des Kranzes habe ich (asymetrisch) mit Eukalyptus umwunden
und danach eine Muschel, eine „Schleife“ aus dünnen Weinreben,
eine getrocknete Hortensienblüte und einen Seestern angebracht.

Fertig war der maritime Kranz.


Und er passt ganz wunderbar!

Heute kann es meinetwegen ruhig wieder sonnig werden
und wenn nicht, dann gehe ich einfach mal wieder eine Runde durch’s Haus.
Die Inspiration wohnt schließlich überall …

And doesn’t it look pretty?
I really love how this quick and easy maritime wreath – DIY turned out.
That is what I love. Finding inspiration wherever I go and try it ….

Well, I really would appreciate if there would be sunny weather today,
but if not …. I am going to stroll through my house and see what I’ll find …

Have a wonderful Wednesday, my dear friends out there
and enjoy every inspiration that is crossing your way.

I for one will enjoy my last holidays and will soon be back with pictures of the rest
of my living room – all decorated for Summer!

Thank you for stopping by and being out there, my dear friends.

Hugs
Hilda

Euch meine Lieben, wünsche ich einen wunderschönen Tag heute.
Haltet die Augen offen und lasst euch von den Dingen inspirieren, die euch einfach so umgeben.
Ich genieße noch ein paar Tage Urlaub …
… und komme bald wieder mit Fotos von der restlichen sommerlichen Dekoration in meinem Wohnzimmer.

Alles Liebe für euch
und bis bald
Hilda

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Do You Want to Be My Lückenbüßer?

Da gehen die Meinungen bekanntlich weit auseinander:
Sind Lückenbüßer erlaubt oder nicht?
Ich vote da eindeutig für JA!
Vor allem dann wenn sie dekorativ und großgewachsen
und richtig schön üppig sind – absolut JA!

Good morning, my dear friends and readers.
I hope this Friday finds you all healthy and in a good mood.
I am here today to show you some special details of my garden,
an idea that I had the other day …

Ich jedenfalls habe in den letzten Wochen den Markt ein wenig sondiert. Und wenn mir was gleich beim ersten Hinsehen gefallen hat, dann hab ich mein Gegenüber erst mal ausgiebig begutachtet und schließlich ein Angebot gemacht, dass nur schwer abzulehnen war:
Do you want to be my Lückenbüßer?
Und sobald die weniger wichtigen Nebensächlichkeiten geklärt waren, einfach mit nach Hause genommen.

Und sie machen ihre Sache gut. So gut, dass einige sogar länger bleiben dürfen.
Manche vielleicht sogar für immer …

As I already told in one of my previous posts, my garden was badly attacked by voles this year.
Well, literally, it was attacked by them since the beginning, but the damage, that they caught last Winter was that bad, that we had big gaps in our borders.

Die Rede ist hier natürlich von üppig gewachsenen, dekorativen Kübelpflanzen.
Der bereits hinlänglich bejammerte Anschlag der Wühlmäuse auf meine geliebten Stauden
hat schmerzliche Lücken in meinen Beeten hinterlassen.
Und wer füllt so eine Lücke besser aus, als eine stattliche Topfpflanze.
Zumindest so lange, bis ich der Wühlmausplage Herrin geworden bin
und besten Gewissens wieder nachpflanzen kann.

Oder auch, bis dort, wo ich bereits in Drahtkörben nachgepflanzt habe, die neuen Stauden, Gräser und Rosen groß genug sind, um die Lücken wieder zu schließen.

Oder vielleicht sogar für immer – denn so mancher Lückenbüßer rennt doch glatt den alten Stars die Show ab.

As I still haven’t found the perfect way to fight the voles, I had an idea for a temporary solution:
I planted Summer flowers and grass and the pittiful remnants of some of my attacked perennials into pots and arranged them in the borders to fill the gaps.
Oh and I love how it turned out.
Now my borders don’t look that poor anymore …. and that makes me happy!

Um das Budget für meine Lückenfüller-Aktion möglichst klein zu halten, hab ich mich zum einen in den Prozente-Ecken der Gartenmärkte umgesehen und vielfach auf überwachsene oder mickernde Einjährige zurück gegriffen.

Zum anderen habe ich die kläglichen Überreste meiner einst so imposanten Stauden (wie Phlox und Herbstanemone) in große Topfe zusammengepflanzt und hoffe nun, dass sie sich rasch erholen und bald wieder ihren alten Glanz erreichen.

As soon as I found the perfect way to get rid of the voles (or I am ready with planting all my roses and perennials in wirebaskets into the soil), the pots can be removed …

… or not.
Because some of the pots look that pretty, that they may stay in the border forever …

Und ein paar wenige Lücken werden mit den Dahlien gefüllt, die ich ohnehin jedes Jahr in Töpfen ziehe …

In meinem Garten wird es also langsam wieder üppiger und das stimmt mich glücklich.
Das herrliche Sommerwetter tut sein übriges.

My dear friends, thank you so much for your visits and your amazing comments. I hope your are heading to a relaxing and wonderful weekend.

Hugs
Hilda

Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende, ihr Lieben da draußen.
Lasst es euch gut gehen, genießt die Sonne, wo immer und wie lange sie auch scheint.
Danke für eure lieben Besuche und Kommentare!

Bis bald
Hilda

Verlinkt bei Loretta’s und Wolfgang’s Gartenglück

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Summer in a Jar!

Einen wunderschönen Sonntag, ihr Lieben!
Zwei wichtige Neuigkeiten habe ich heute für euch:

Erstens: Morgen kommt der Sommer zurück.
Zumindest hier in unserer Gegend soll es ab morgen wieder richtig
sonnig und heiß werden. Was ich echt gut finde, denn …

A wonderful Sunday to all of you, my dear friends.
I am just popping in to tell you two important news:
First: Summer is back.
Well at least here in our part, there are going to come hot an sunny days
from tomorrow on. Quite wonderful news, because …

… second: My summer vacations are starting tomorrow, yeah!

And that could mean, that I will come back to here more often
with one or another Summer inspiration,
starting today with this little Sunday-Inspiration:
„Summer in a Jar“,
a nice little give-away to bring along to Barbecues or garden parties.

Have a wonderful Sunday, my dear friends.
See you soon!
Hugs
Hilda

… zweitens: Ab morgen habe ich Urlaub, yeah!
Und nachdem wir nicht verreisen werden, schaffe ich es vielleicht,
mit der einen oder anderen kleinen Nettigkeit hier vorbei zu schauen.

Heute zum Beispiel gleich mit einer Sonntags-Inspiration:
„Sommer im Glas!“
Ein nettes kleines Mitbringsel zur Strandparty, zum Grillfest, zur Gartenparty.
Einfach ein Einmachglas mit sommerlichen kleinen Dingen füllen,
ein bisschen verzieren, vielleicht noch ein hübsches Schildchen dran
und fertig.

Ich wünsche euch noch einen wundervollen Sonntag
und hoffe wir lesen uns bald wieder,

Macht es euch fein
Bis bald
Hilda

Verlinkt bei: Ines‘ Sunday Inspiration No. 109
und bei: Niwibos Beach-Deko Linkparty

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Happy Lavendula! Das Gute-Laune-Kraut!

Guten Morgen, guten Morgen, meine Lieben und herzlich willkommen!
Heute bin ich so unglaublich guter Laune. Das mag wohl daran liegen, dass es in unserem ganzen Haus nach Lavendel duftet. Fast als lebten wir nicht in einem ganz normalen österreichischen Haus in einem ganz normalen österreichischen Dorf. Mit ein wenig Phantasie und geschlossenen Augen fühlt es sich an, als wäre ich in einem provençalischen Masumgeben von malerischen Lavendelfeldern.

Oooooh là là, patatì patatà! Da merkt man mit jedem Atemzug,wie man entspannter und entspannter wird ….

A wonderful Wednesday morning, my dear readers and friends. I am in such a great mood today! Maybe this is because it is smelling from lavender in the whole house. As if we aren’t living in a normal Austrian home, in the middle of a normal Austrian street, in a very normal Austrian village. When I close my eyes it is as if I was in a Mas in Provence surrounded by poetic fields of lavender.


… bevor ich hier aber komplett in meine Tagträume versinke, möchte ich euch erst noch zeigen, woher meine gute Laune kommt.

Die letzten Tage habe ich regelrecht in Lavendel „gebadet“. Nicht nur, dass ich endlich die heurigen Blütenstände geschnitten und zum Trocknen aufgehängt habe, ich habe auch einen Teil der letztjährigen Ernte verarbeitet.

Ooooooh so realxing. OK! Well! I am sure that is one reason for my excellent mood.
I stood hip-deep in lavender the last days – virtually. Not only that I harvested this years flowers
I also worked with my yields from last year.

Although the dried flowers make a pretty picture in tightly closed jars, there is no way to enjoy the fragrant so. But this aromatic smell it is, what is making us feel so calmed and relaxed. Therefore I sewed some of my last years lavender stock into little sachets, made of old linen.




Die getrockneten Blüten vom Vorjahr geben zwar in ihren gut verschlossenen Behältnissen auch einen recht hübschen Anblick ab, aber von ihrem Duft kann man auf diese Weise nicht zehren. Es ist aber genau dieses Aroma, dass so angenehm und beruhigend auf uns einwirkt. Darum packe ich getrocknete Lavendelblüten am liebsten in feingewebtes Leinen. Leinen und Lavendel sind das provençalische Traumpaar schlechthin.



Die Aufmerksamen unter euch haben bestimmt schon das kleine Fläschchen bemerkt, dass sich in das eine Bild rein geschummelt hat. Falls ihr euch fragt was das ist? Das ist Lavendelsirup. Es soll ja Menschen geben, die aus Lavendel noch viel viel mehr machen können, als ihn einfach nur zu trocknen, ihn in Leinensäckchen zu füllen und sich dann am Duft zu erfreuen.

Meine Freundin Isabella )* ist so eine. Seit einigen Jahren fabriziert sie – aus purer Freude an diesen Besonderheiten – aus wirklich allem irgendwas Leckeres. Gestern brachte sie mir enfach so (und ohne zu wissen, dass ich gerade einen Lavendelpost vorbereite), das Fläschchen Lavendelsirup mit.

You might have seen this little bottle, squeezed in some of my lavenderpicts. That’s syrup made from fresh lavender flowers. My dear friend Isabella made it. And it tastes delicious, when you mix it in a glas of Champagne …..

Darum habe ich gestern abend, nach getaner Arbeit, ein Gläschen Prosecco mit Lavendelsirup genießen können.


Oh wie herrlich! Der Lavendelduft um mich herum der feine Geschmack des Lavendel auf meinem Gaumen, Augen zu und schon war ich wieder dort in diesem alten Mas in der Provençe inmitten von malerischen Lavendelfeldern, die bis an den Horizont reichen ….

My dear friends, thank you so much for your visit. I am going to indulge in my lavender dreams a little bit more and I am sending you fragrant greetings. Have a wonderful Summer day!

Hugs
Hilda

Meine Lieben da draußen, während ich wohl auch heute noch den ganzen Tag ein wenig vor mich hinträumen werde, ich sei in der Provence, wünsche ich euch einen sonnigen Sommertag mit viel Entspannung und schönen Stunden. Lasst es euch gut gehen!

Bis bald
Hilda

)* Isabella bietet seit neuestem ihre Produkte (in sehr geringer Stückzahl) im Raum Linz zum Verkauf an. Nicht als Werbung, sondern für alle unter euch, die das interessieren könnte, hab ich den Link zu ihrer Facebookseite oben schon eingebaut und hier zur Sicherheit nochmal:
https://www.facebook.com/isabellas.mundart/

Verlinkt bei: Loretta’s und Wolfgang’s Gartenglück

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Summer in My Kitchen!

War das ein wundervoller Tag?
Sonnig und heiß – und doch wehte stets ein frischer Wind ….
Sommer pur!

Willkommen zurück, hier auf meinem Blog, meine Lieben da draußen.
Ich habe euch ja einen durch und durch erwachsenen Post versprochen für’s nächste Mal.
Bitte sehr! Hier ist er schon.
Ich zeige euch heute meine sommerlich dekorierte Küche.
Und was gibt es erwachseneres als eine Küche? – Für mich fast nichts.

….

Hello and welcome, my dear friends out there!
We had a wonderful hot and sunny Summer Saturday here in Austria.
I really enjoyed it.
And I totally enjoyed to decorate my kitchen for Summer the last days.
Here it is, my dear friends.
My Summer Kitchen 2017!

….

Oh!
Wißt ihr, was noch sehr erwachsen ist?
Wenig reden. Zumindest hat man mir das immer gesagt, früher!
Sich nicht in den Vordergrund drängen, die Situation sprechen lassen …

Gut! Genau das, meine Lieben, mache ich heute.
Schließlich bin ich längst erwachsen. Ich kann das. Ganz sicher!
Hiermit also überlasse ich euch der Bilderflut.

Nur eine gaaaaanz kleine Bemerkung vielleicht, dann bin ich auch schon wieder still.
Habt ihr die Hortensie gesehen?
Ist sie nicht einfach zauberhaft?
Gestern war ich in einem bekannten österreichischen Pflanzenmarkt.
Eigentlich wollte ich eine ganz andere Hortensie (eine weiße nämlich)
für einen ganz anderen Korb (den ihr grad leider nicht sehen könnt … den ich von ganz lieben Damen vor einer Woche geschenkt bekommen habe und er ist wunderwunderschön)
für ein ganz anderes Zimmer (für das Wohnzimmer, das ihr heute leider auch nicht sehen werdet).
Die weiße Hortensie war schon in meinem Einkaufswagen, als mein Blick auf diese Schönheit fiel.
Sofort wurde die langweilige Weißblütige aus meinem Einkaufswagen entfernt
und ich verließ mit dieser traumhaft schönen, nostalgischen, grün-blau-grau-schattierten Herrlichkeit den Markt.
Und weil ich grad so gut drauf war und so ein hübsches Teil im Kofferraum hatte,
fuhr ich auch nicht sofort nach Hause,
sondern stattete noch dem gegenüber liegenden Einkaufszentrum einen Besuch ab.
Eine bekannte Dekoshop-Kette hat dort eine Filiale und die war mein Ziel.
Ohne echte Kaufabsichten schlenderte ich durch das Geschäft und da war er plötzlich – dieser Korb.
Er war vollgeräumt mit Zeugs, das man kaufen konnte, aber ich hatte nur Augen für ihn.
Er war perfekt! Perfekt für meine neue Hortensie!
Also, einfach all das andere kaufbare Zeugs raus geräumt und ab damit nach Hause …
Das war es, was ich euch nur rasch erzählen wollte – schließlich passiert einem das nicht alle Tage, oder?
Eine traumhaft schöne Pflanze UND gleich den perfekten Korb dazu? ….
Nun aber lass ich euch auch wieder – völlig unbehelligt – die Bilder genießen.

….

Halt!
Eines noch!
Das Kissen?
Ha?
Ist es nicht zauberhaft?
Es ist handgemacht!
Zumindest handbedruckt!
Auch ein Geschank von den ganz lieben Damen. Er war in dem Korb, den ihr leider nicht sehen könnt.
Gemeinsam mit einer Kuscheldecke (die ihr leider auch nicht sehen könnt)
und einer wunderschönen Laterne mit Jeans-Fisch (die ihr beide nicht sehen könnt, hmmm, vielleicht sollte ich mal einen wortlosen Post DARÜBER schreiben ….).
Aber das Kissen – es passte einfach so wunderbar zu meiner Betonvase auf der Treppe – es dürfte gleich dort bleiben. Darum könnt ihr wenigstens das Kissen sehen.
Das wollte ich nur kurz los werden – es erschien mir einfach wichtig – aber nun ….
weiter mit der sommerlich dekorierten Küche … ganz ohne Worte …

Nuuuur eines noch ….
alles andere, das ihr hier seht,
mit Ausnahme der Hortensie und dem Korb und dem Kissen
alles andere hatte ich in den Tiefen meiner Deko-Kisten gehortet.
Hatte ich in den letzten Jahren Stück für Stück gesammelt und zusammengetragen
und nun passt irgendwie alles recht gut zusammen …. nicht wahr?

Bin schon wieder still.

Pssst!
Lasst euch nicht stören, aber ich MUSS das einfach los werden:
Der Rebenkranz! Und die getrocknete Hortensienblüte! Und der Seestern! –
Alle Teile für sich nicht grade DIE Hingucker.
Aber heute treten sie zum ersten Mal gemeinsam auf!
Und das liebe ich einfach!
Wenn eines zum anderen kommt, so ganz zufällig und gemeinsam ein völlig neues Bild ergibt

That’s it! I hope you enjoyed the pictures as much as I loved to put all the things together.
Most of my decoration items I already had in my basic – there are only a few things – especially the plants – that I bought new this year.

Thank you, my dear friends, for stopping by and visiting my blog.
And thanks a lot for all your amazing comments. I really enjoy reading them!
Have a wonderful weekend!

Hugs
Hilda

Okay, meine Lieben. Das war’s!
Wir haben es geschafft.
Ihr und ich!
Ein richtig erwachsener Post, oder?
Und ich hab mich verbal total zurück gehalten …. war gar nicht so schwer!

Und wir gewinnen alle!
Ihr, meine lieben Leser müsst euch nicht mit soviel Text herumquälen
und ich muss nicht lange überlegen, in welche Geschichte ich meine Bilder packe.
Das machen wir das nächste Mal gleich wieder so! Oder?

Und bis dahin,
ein lieber und genauso kurzer Abschiedsgruß!

Macht’s gut
bis bald
und alles Liebe!

Eure Hilda

OK! Das hat ja ganz gut geklappt! Puh! Aber worüber schreibe ich (oder besser gesagt, schreibe ich nicht) beim nächsten Mal. OK! Brainstorming! Terrasse wäre mal wieder ein schönes Thema, schließlich ist Sommer – und all die herrlichen lauschigen Abende, die wir jetzt draußen verbringen können. Zwischen all den mediteranene Kräutern und Kübelpflanzen. Oder doch lieber wieder das Wohnhimmer? Nä! Das hatten wir doch schon so oft. Das interessiert ja keinen mehr. Mein Werk … Schrägstrich … Bastel …. Schrägstrich … Stickzimmer wäre mal was. Den Damen hat es auf jeden Fall gefallen, letztens. Hui, da muss ich aber unbedingt noch aufräumen. Und Fenster putzen. Und was von den vielen Sachen weg räumen, sonst sieht man ja den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Oder vielmehr den Raum vor lauter Bastelklumps. Vielleicht doch lieber ein Gartenpost. Nur gibt der Garten nicht so viel her zur Zeit … außer Lavendel und Lavendel und – was war da noch, ach ja Lavendel … Hortensien auch, aber die waren ja zur Genüge grad in diesem Post. Obwohl ….

… ohje! Die Tastatur war ja noch an. Wie peinlich, wie peinlich, wie unangenehm. Was mach ich denn jetzt?
Vielleicht hat es ja keiner gemerkt. Ich steck einfach meinen Kopf zwischen die Schultern, pfeife ein unschuldiges Liedchen und mache mich vom Acker. Ffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffff fffffffffffffffffff ffffffffff ……………..
verd……. – ich kann ja gar nicht pfeifen. Ich puste und puste und kein Laut kommt dabei raus. Nicht einmal ein Hund könnte das hören. Darum kommt auch Ginger nie, wenn ich pfeife …… okay …… ich könnte mir auch eine Schiedsrichterpfeife in den Mund stecken und losträllern und sie würde nicht kommen. Alle Hunde der Umgebung würden schon devot vor mir „Sitz“ machen und sie würde immer nicht in die entgegengesetzte Richtung laufen …. aber was wollte ich den eigentlich jetzt? Ach ja! Abhauen! Am besten ich schalte jetzt einfach den Computer aus ……………..

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As Long as There are Poppies …

„… solange es den Klatschmohn gibt, wird das Leben weiter gehen …“, Sohrab Sepehri

„Life should go on, as long as there are poppies“, Sohrab Sepehri

Guten Morgen, meine Lieben da draußen!
Wer von euch ist, genau wie ich, Anhänger des englischen Gartenstils?
Wer noch, außer mir, liebt fein aufeinander abgestimmte Farbkombinationen
in rosa, blau und weiß?

Good morning, my dear friends!
Are there any lovers of the English garden-style among you out there?
Anyone else, who loves borders in soft color combinations of pink & blue & white?

Yes?
Well, then you may know that special feeling:
In the middle of the border carefully planted in tender cool colors
one bright red flower!
Like a slap in your face! Wham!

Ja?
Oh, dann werdet ihr das Gefühl sicher kennen:
Mitten in euren zart rosé-angehauchten Pflanzungen im silbriggrünen Bett
plötzlich eine Gruppe knallroter Blüten!
Wie ein Schlag ins Gesicht! Klatsch!

Doch, obwohl der Anblick dem so lange trainierten Auge beinahe fühlbar weh tut,
regt sich da etwas ganz ganz tief in der Seele:
Es sind Erinnerungen an die Sommer von damals.
An die herrlichen Tage, als ihr ganz oben auf dem Heuwagen gesessen seid,
eure nackten Füße lustig runter baumelten
und ihr an Kornfeldern vorbei fuhrt, in denen sich rote Punkte sanft im Wind wiegten.
An jene Tage, an denen ihr später nochmal zurück gelaufen seid,
um einen Strauß jener Blumen zu pflücken,
die in euren Augen von damals, die herrlichste Farbe der Welt trugen.
Oder, wenn ihr das selber niemals erlebt habt,
so sind diese Bilder da – aus einem eurer Kinderbücher vielleicht
oder aus einem Film, der im Ferien-Schlechtwetterprogramm lief
oder zumindest einem alten Werbespot.
Auf jeden Fall, ganz bestimmt, sind sie da!
Und auf einmal ist dieser knallrote Stilbruch sympathisch, fast schon entzückend …

But – only a short time later – after the first shock has subsided
old memories are rising.
Memories of hot Summers and fragrant hay and rippling golden grain fields with many red dots popping out of the gold.
Memories of the many bouquets of these flowers you tried to carry home
and the frustration about the fact, that there were almost no flower petals left,
when you finally arrived.


Well …. maybe not everybody feels like that, at the sight of a red poppy flower,
but I do!
Year by year!
And year by year I am in a dilemma, when I see one of the red flowers:
Leave it or weed it …

Na gut!
Möglicherweise erlebt diesen Gemütszustand nicht jeder
beim Anblick von Klatschmohnblüten im eigenen Garten,
aber mir geht es so.
Jahr für Jahr!
Und Jahr für Jahr spüre ich kurz eine innere Zerrissenheit, wenn ich sehe,
dass zwischen meinen rosaroten Rosen und hellblauen Storchenschnäbel eine rote Blüte erscheint:
Ausreißen oder stehen lassen …

Dies ist in Wahrheit nicht die einzige Gegensätzlichkeit,
die diesem knallrotesten „Unkraut“ der Welt innewohnt:
Auf filigranen silbriggrünen Stielen
balancieren hauchdünne seidig-rote Blütenblätter.
Selbst der kleinste Windhauch bringt sofort Bewegung in diese elfenhaften Blume!
Und wird die Bewegung heftiger fallen gleich die Blütenblätter.
An manchen windigen Tagen ragen in meinem Garten abends nur noch die zarten Stiele in die Luft – entweder mit einer Samenkapsel oder einer Knospe dran.
Doch schon am nächsten Morgen ist der Garten wieder übersät mit roten Blüten.
Denn: So zerbrechlich der Klatschmohn auch wirkt,
er ist dennoch von erstaunlich robuster Natur.



Schon seit mehreren Tausend Jahren begleitet diese Blume die Menschheit,
manche Forscher behaupten sogar, seit der Steinzeit.
Seit Beginn des Ackerbaus, so heißt es, werden die Samen
– zusammen mit der Getreidesaat – in der ganzen Welt verbreitet.
Zumindest bis Mitte des vorigen Jahrhunderts.
Dann begann der Mensch seine Getreidefelder mit der chemischen Keule zu bearbeiten
und nahm damit dem Klatschmohn seinen natürlichen Lebensraum.
Beinahe hätte diese so alte Wildpflanze das nicht überlebt.
Nun, beinahe!

Waren jahrzehntelang diese roten seidigen Blüten nur noch selten zu sehen,
sind sie heutzutage wieder weiter verbreitet.
Die findige Blume hat sich Ausgleichsflächen gesucht
und besiedelt nun frisch aufgeschüttete Straßenböschungen,
Schuttplätze, Baustellen ….
… und natürlich private Gärten.
Wo immer der zarte Samen eine freie Fläche findet,
lässt er sich nieder.

Die Loki Schmidt Stiftung hat den Klatschmohn zur „Blume des Jahres 2017“ ernannt.
Damit soll der auffällige Sommerblüher als Mahnmal dienen (einmal mehr ….).
Dieses Mal stellvertretend für alle Ackerwildblumen, die durch die exzessive Bewirtschaftung
ihren Lebensraum verloren haben und nun vom Aussterben bedroht sind.

Und aus all diesen Gründen, bin ich glücklich,
dass sich diese Wildblume meinen Garten ausgesucht hat,
um sich hier anzusiedeln.
Natürlich darf sie weiterhin wachsen und gedeihen und vermehren …
Und wo immer sie auch aufgehen mag, dort darf sie blühen.

Since decades of years, the Read Poppy (Papaver rhoeas) is losing more and more its natural habitat. A German fondation – the „Loki Schmidt -Foundation“ appointed the Red Poppy to the
„Wildflower of the Year 2017“.
Therefore, it makes me all the happier, that this flower has chosen my garden as one of its habitats.
And of course, I will farther let it grow …

Have a wonderful rest of the week, my dearest friends.
Thank you for spending some of your time to my blog
and thank you even more for leaving a comment!

Hugs
Hilda

Ich hoffe, meine Lieben, ihr nehmt es mir nicht übel,
dass ich schon wieder „Kindheitserinnerungen“ bemühe,
aber momentan ist mein ganzer Garten voll davon …
Danke für euer Kommen und für die vielen lieben Kommentare zu meinem Kirsch-Post.
Beim nächsten Mal werde ich wieder vollkommen aus meinem Erwachsenenleben plaudern,
versprochen!

Lasst es euch bis dahin gut gehen,
genießt die paar sommerlichen Tage, auf die wir geradewegs zusteuern
und macht es euch an eurem Lieblingsplatz gemütlich – am besten inmitten von blühenden Wildblumen …

Bis bald
Hilda

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Big Harvest for a Little Cherry Lover

Einen wunderschönen Samstagmorgen, meine Lieben.
Wie wäre es? Mögt ihr eine kleine Geschichte aus meiner Kindheit hören?
Eine wahre Geschichte?
Es ist eine Geschichte, an die ich mich selber nicht mehr erinnern kann,
die mir aber meine Mutter oft und oft erzählt hat.
Und heute ist mir danach, sie euch zu erzählen …

Welcome, my dear readers and friends on this Saturday morning.
I hope you are all having a wonderful weekend.
Please excuse, that the following story is not translated into English
I am telling a story from my very early childhood and I am afraid that my English skills are not good to bring it all to the point of it.
But I really hope you, my dear English speaking friends will enjoy the pictures though.
It is all about a little girl and her love for cherries ….

Die ersten Jahre meiner Kindheit verbrachte ich in einem sehr alten kleinen Steinhaus
am Rande eines großen Waldes.
Das Haus haben meine Großeltern gekauft, kurz nachdem sie geheiratet hatten.
Es hatte genügend Land, um darauf ein paar Kühe, Schweine und eine Schar Hühner zu halten.
Und es hatte einen Obstgarten.
Genug also, um eine Familie mit dem Nötigsten versorgen zu können.
Meine Großmutter war eine sparsame und bedächtige Frau. Aber für nahrhaftes und gutes Essen
hatte sie viel übrig – und sie liebte Kirschen!

Der Tag, an dem sie und ihr frisch gebackender Ehemann das kleine Anwesen zum ersten Mal besichtigten, war ein strahlend schöner Frühlingstag.
Und all die Kirschbäume rund um das Häuschen standen in voller Blüte.
Bei diesem Anblick wusste meine Großmutter sofort:
DAS war das richtige Haus für sie und ihre zukünftige Familie.

… and the very first mentionable cherry harvest here in my new garden.

Jahre später wohnten meine Eltern, mein jüngerer Bruder und ich,
gemeinsam mit meiner Großmutter in dem alten Haus.
Und der Obstgarten war immer noch voller Kirschbäume.

In dem Sommer, in dem ich zwei Jahre alt geworden war, trug einer der jungen Bäume das erste Mal
große rote saftige Kirschen.
Meine Mutter entdeckte die Früchte, während wir Kinder unser Mittagsschläfchen hielten.
Sie pflückte eine Handvoll und legte sie in eine Schüssel in der Küche, mit der Absicht,
sie uns als kleinen Nachmittagssnack anzubieten, sobald wir aus dem Schlaf erwacht waren.
Wir wuchsen in sehr einfachen Verhältnissen auf und es war damals ganz normal, dass man mit seinen Kindern in einer verniedlichenden Babysprache redete. So war alles, was süß und lecker war, „guzzi“.
Und alle Früchte und Beeren, die klein genug waren, dass man sie in einem Stück in den Mund stecken konnte,
hießen bei uns „Beeli“.

Als ich an diesem Sommertag als erste erwachte, zeigte mir meine Mutter die Schüssel
mit den ersten Kirschen
und sagte: „Schau mal, Hildi, guzzi Beeli!“
Sie gab mir ein paar davon und ich war so begeistert von dem Geschmack,
dass ich nach noch einer verlangte.
Und dann nach noch einer.
Eigentlich wollte meine Mutter die Hälfte für meinen jüngeren Bruder aufheben,
doch meinem beharrlichen Drängen konnte sie sich auf die Dauer nicht widersetzen.
Mit dem Wissen im Hinterkopf, dass auf dem Bäumchen noch einige Kirschen standen,
gab sie mir schließlich alle aus der Schüssel.
Sie wollte die restlichen später pflücken, wenn mein Bruder aus seinem Mittagsschlaf erwacht war.
Die wenigen Kirschen waren rasch aufgegessen und meine Mutter zeigte mir die leere Schale: „Schau, nix mehr drin. Alles lala“ (lala ist übrigens Babysprache für leer).
Beim Anblick der leeren Schüssel hörte ich auf, nach mehr zu verlangen und trabte davon.
Raus in den Garten, um glücklich und zufrieden zu spielen
– so zumindest dachte meine Mutter und ging wieder ihrer Arbeit nach.

Aber, oh! Wie hatte sie sich in ihrer kleinen Tochter getäuscht.
Es dauerte keine fünf Minuten und ich kam aufgeregt wieder angelaufen,
nahm meine Mutter bei der Hand und zog sie direkt zu dem kleinen Kirschbaum.
Stolz und strahlend glücklich, zeigte ich auf die leuchtend roten Früchte am Baum und verkündete,
mit der Inbrunst der Entdeckerin:
„Hab i scho gfundn, guzzi Beeli!“

… und ich gab keine Ruhe, bis meine Mutter jede einzelne der Früchte vom Baum geholt und ich sie alle aufgefuttert hatte.

Das alte Steinhäuschen von damals steht schon lange nicht mehr an seinem Platz und auch die Kirschbäume sind mittlerweile alle verschwunden.
Was aber geblieben ist, meine Lieben da draußen, ist meine Liebe zu Kirschen
und die unbändige Freude darüber, dass mein eigener kleiner Kirschbaum heuer
so viele Früchte trug …

… und auch, dass ich nicht aufgehört habe zu essen,
bis sie alle aufgefuttert waren!

Meine Lieben, ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende,
genießt die Abkühlung und macht es euch fein.
Danke für’s Vorbeischauen
und vor allem für eure lieben Kommentare!

Thanks for your visit and your wonderful comments, my dear friends out there.
Hugs
Bis bald
Hilda

Verlinkt zu: Gartenglück