Mittwoch, 31. Oktober 2018

October's Showdown ..... And a Sniffling Dog








 +


Im Garten scheint die Welt zu brennen, als hätte jemand tausend Feuer gelegt.
Was die Tage an Länge verloren haben, scheinen sie an Farbenpracht wieder aufholen zu wollen.
Kaum ist die Sonne am Morgen aufgegangen, strahlt und leuchtet und lodert alles.
Und das den ganzen Tag.
Das Licht ist nicht mehr gleißend, nicht mehr hart - nur noch malerisch und der Pracht der Natur dienend. Als hätte selbst die Sonne sich diesem Leuchten und Brennen der Herbstfarben untergeordnet.







 +++
 +



Die Luft ist so lau und angenehm!
Aber tückisch auch!
Eine von uns hat es schon erwischt.
Sie hüstelt ein wenig und räuspert sich sekündlich.
Und hofft den Halsschmerz durch ständiges Grasen in den Griff zu bekommen.
Aber ein warmer Halswickel hilft auch - und sie liebt ihn.
 So passt unsere Ginger sich allherbstlich der Farbenpracht an - mit ihrem roten Filzschal ...






+

Unfaßbar, dass bald alles vorüber sein soll.
Unglaublich, dass morgen der November das Regiment übernimmt.
Ob er wohl noch irgendwo fleißig nadelnd sitzt um die selbst gehäkelte Nebeldecke fertig zu bekommen? Oder ob er sich gar nicht erst mit feuchten Schwaden abgibt und gleich alles dem Raureif zum Einfrieren übergibt? Kalt genug wären die Nächte ja bereits.
 




 +

Was immer der November auch mitbringen mag, wir sind bereit dafür!
Dieser Sommer war groß - richtig groß - und der Herbst erfüllt mit Sonnenschein und Wärme.
Nun mögen die kühleren Tage kommen
und der Nebel
und der Raureif.
Und die Gedanken und Ideen für die stille Zeit auch!


Ich wünsche euch allen einen wunderschönen geruhsamen 1. November morgen,
ihr Lieben! Lasst es ruhig angehen und zieht euch warm an, damit ihr nicht auch mit Halswickel und dickem Schal durch die Gegend laufen müsst.

Alles Liebe
- und bis bald

Eure Hilda



Mittwoch, 17. Oktober 2018

Autumn's Sweethearts ... Dahlias








Sanfte, fließende Übergänge scheinen die Jahreszeiten heutzutage nicht mehr zu kennen. An dem einen Tag hüpften wir noch in Badeklamotten herum und versuchten uns im Pool ein wenig Abkühlung zu verschaffen, am nächsten versteckten wir unsere frierenden Häupter und Hände in Wollmützen und Handschuhen. Und waren endlich alle sommerlichen Accessoires verstaut und die Kuscheloutfits bereit gelegt, stiegen die Temperaturen wieder an.

Hallo Ihr Lieben und einen wunderschönen Nachmittag in diesem verrückten Herbst.









Genauso verrückt, wie das Wetter, treiben es derzeit auch unsere Dahlien im Garten. Nach dem ersten Frost, irgendwann im September, hatte ich sie eigentlich bereits für tot erklärt. Die Blüten hingen schlaff an den Stielen und die meisten Blätter waren schwarz. Weil es jedoch noch viel zu früh war, um sie einzuwintern,  schnitt ich einfach herzhaft alles weg, was so erbärmlich aussah und siehe da: der neuerliche Wärmeeinbruch und die strahlende Sonne am Herbsthimmel haben diesen kälteempfindlichen Blühwundern neues Leben eingehaucht. Tatsächlich haben sie es noch einmal geschafft, Blüten anzusetzen, wenn auch nicht so üppig, wie auf meinen Bildern hier, die ich knapp vor dem Kälteeinbruch aufgenommen habe.










*



 Dahlien sind in unserem Garten äußerst beliebt. In meinen farblich zurückhaltenden Beeten im oberen Gartenteil habe ich nur weiße Sorten gepflanzt. Sie sind Überlebende aus dem Vorjahr und mittlerweile so üppig und groß, dass sie eher schon einem Strauch ähneln, denn einer Blume. Gemeinsam mit lilafarbenen Astern dominieren diese imposanten Dauerblüher die herbstlichen Beete. Und zwar genau so lange, bis die Temperaturen dauerhaft auf bzw. unter Null Grad fallen. Erst dann werde ich die riesigen Knollen aus der Erde holen und sie für den Winter vorbereiten.




















Ganz anders als in meinen Beeten rund um das Haus, dürfen es die Dahlien in unserem kleinen Bauerngärtlein auf der unteren Ebene unseres Grundstücks so richtig bunt treiben. Hier haben wir  verschiedenste Sorten und Farben zusammengepflanzt und die Komposition wirkt beinahe schon Kahlo-esk. Strahlendes Orange, kräftiges Pink, Sorten mit dunklem Laub und cremefarbenen Blüten wachsen wild durcheinander. Es gibt nur ganz wenige Pflanzen, die so etwas dürfen, hier in meinem Garten, Dahlien aber genießen da eine gewisse Narrenfreiheit. Mehr noch, ich erwarte das sogar von ihnen.

Es wäre aber auch viel zu schade, diese aus Mexiko stammenden Blumen nicht in all ihrer Vielfalt und Farbenpracht zu pflanzen. Gibt es derer doch so viele.
Dahlien erscheinen auf den ersten Blick ziemlich pflegeintensiv, bereiten einem aber viele Monate lang ein fröhliches Blütenfest, wenn man wenige Grundlagen beachtet:

Die Knollen der Dahlien sind sehr frostempfindlich und außerdem ein Leckerbissen für Wühlmäuse. Die frischen jungen Triebe werden sehr gerne von Schnecken vertilgt.
Also ziehen wir unsere Dahlien im Frühjar in Töpfen groß, die wir sonnig aber von Schnecken unerreichbar aufstellen. Erst wenn die Dahlie zu einer stattlichen Pflanze herangewachsen ist, wird sie ausgepflanzt - und zwar in einen Drahtkorb. Die eine oder andere Dahlie darf auch in einem Topf übersommern. Dahlien brauchen gut durchlässigen Boden, damit ihre Knollen nicht anfangen zu faulen und sie brauchen regelmäßig Dünger. In den Beeten dünge ich sie zweimal pro Saison mit organischem Volldünger. Heuer hab ich versuchsweise auch hin und wieder ein wenig mit effektiven Mikroorganismen gegossen - das hat ihnen anscheinend sehr gut getan. Dahlien in Pflanzkübeln gieße ich bei heißen trockenen Temperaturen täglich und dünge mindestens einmal pro Woche mit Flüssigdünger im Gießwasser.
Nach dem ersten (richtigen) Frost nehme ich die Knollen aus der Erde und schneide die Triebe bis auf ca 5 cm ab. Die Erde klopfe ich nur locker ab, denn sie bildet für die Knolle während der Überwinterung guten Schutz. Dahlienknollen werden dunkel, frostfrei und in einem nicht zu trockenen Raum überwintert.




+





Heuer werden es wohl bereits 12 Dahlienknollen sein, die wir über den Winter bringen müssen. Und wenn ich mir die Bilder so ansehe, weiß ich jetzt schon, dass nächstes Jahr wieder einige dazu kommen werden. Schließlich fehlen in unserem bunten Dahliengarten noch ein paar Farben und  Blütenformen auch. Könnte durchaus sein, dass wir das kleine Gärtlein noch ein wenig vergrößern müssen, oder die eine oder andere Rose, die sich auch darin befindet, übersiedeln muss. Ihr seht schon, die jetzige Gartensaison ist noch nicht mal um und schon schwelge ich in Plänen für die nächste ...


Meine Lieben, ich hoffe ihr genießt diese sonnigen Tage des Oktobers genauso, wie meine Dahlien und ich. Lasst es euch gut gehen und habt es fein!

Bis bald
Hilda









Donnerstag, 11. Oktober 2018

Apfelfest & Bloggertreffen



Herzlich willkommen ihr Lieben an diesem wunderschönen Herbstnachmittag.

Es ist, wie ihr sicherlich schon alle wißt, Tradition,
dass am ersten Wochenende im Oktober im Schloß Mühlgrub in Bad Hall
ein Apfelfest statt findet. Und es ist ebenfalls schon Tradition, dass zu diesem Apfelfest alljährlich eine Gruppe Blogger-Mädels pilgert,um sich dort zu treffen.
Das Apfelfest-Bloggertreffen am ersten Oktoberwochenende ist Tradition.
Falls ihr das noch nicht wußtet, dann könnt' ihr euch den Termin in euren Kalendern gleich fix markieren ....... für's nächste Mal ;-) ...







Bereits zum vierten Mal heuer, hat die liebe Barbara auf ihrem Herzenswärme Fotoblog zum Bloggertreffen im Schloß Mühlgrub aufgerufen. Und bereits seit dem allersten Treffen plane ich, die Bloggerrunde zum Nachmittagskaffee und Kuchen zu mir nach Hause einzuladen, wohne ich doch nur 10 Autominuten vom Ort des Treffens entfernt. Heuer nun hab ich Barbara in meinen Plan eingeweiht und endlich wurde auch was draus. 




Nach einer ausgiebigen Shoppingrunde durch das zauberhaft dekorierte Schloß (und einem leider echt miserablen Mittagessen in einem neu-eröffneten Restaurant in der Umgebung .... doch das vergessen wir am besten gleich wieder) ...






... dürfte ich die lieben Damen und ihre Herren bei mir zu Hause begrüßen.
Es wurde ein wundervoller, spaßiger, geselliger Nachmittag daraus.
Auch wenn man auf den folgenden Bildern lauter ernste Gesichter sieht, so viele lustige Geschichten, so viel Spaß und Gelächter, hatte ich schon lange nicht mehr in so wenigen Stunden. War aber bestimmt gut, dass ich nicht genau dann die Fotos geschossen habe. Vor lauter Lachen wären die Bilder sonst noch verwackelter geworden, als sie es ohnehin schon sind.







 Passend zum Apfelfest-Bloggertreffen hab ich auch die Deko zusammengestellt. Sogar ziemlich viel Rot durfte da mit rein und natürlich meine heurige Lieblingsfarbe Grün.
Zum Tee bzw. Kaffee gab es natürlich Kuchen - allen voran Apfelmuffins mit Zimtstreusel (wenn ihr das googelt, findet ihr das Rezept im Internet) - die ich in Zukunft ganz betimmt öfter backen werde.









Obwohl der Besuch bei uns eigentlich als Überraschung für die TeilnehmerInnen geplant war, habe ich irgendwie das Gefühl, dass hier doch jemand ein bisschen geplaudert hat. Vor allem als mir die Mädels gleich nach dem Eintreten in unser Haus diese beiden wunderschönen (grünen!) Vasen als Geschenk überreichten, konnte ich nicht so recht glauben, dass hier nicht irgendjemand (ich will hier aber keine Namen nennen), ein paar Tipps hat fallen lassen. Diese zauberhaften Teile, gefüllt mit Zierapfelzweigen aus Barbaras Garten, passen jedenfalls absolut perfekt zu meiner heurigen Herbstdeko. Sie sind traumhaft schön und werden bestimmt zu absoluten Lieblingsteilen hier avancieren. Vielen vielen Dank also nochmals an die lieben Besucher für das schöne Geschenk.


Und hier, zum Abschluß, noch ein hübsches Foto von uns allen.
Mittlerweile entwickelt sich unser Treffen zu einem Blogger Schrägstrich Instagramer-Treffen. 
Find ich echt gut! - Allerdings: Wieso, um alles in der Welt, die liebe Simone nicht auf dem Gruppenfoto ist, ist mir schleierhaft.

Von links nach rechts:

Ingrid - Dekotraum (Blog & Instagram)
Bernadette -  wheity59 (Instagram)

leider nicht auf dem Foto






Ob nun der Nachmittagskaffee bei mir zu Hause Teil der jährlichen Apfelfest-Bloggertreffen Tradition wird, kann ich nicht verraten. Am besten wird es sein, ihr kommt nächstes Jahr auch und findet es heraus .... 

Genießt noch diesen herrlich sonnigen Tag, ihr Lieben, und wir sehen uns alle bald wieder hier auf meinem Blog!

Bis bald
Hilda

Mittwoch, 29. August 2018

Outdoor Living Spaces - Part 3: The Pool Lounge


Ward ihr schon einmal Höhlentauchen in Mexiko?
Oder in einem Luxus-Safari-Camp in der Serengeti?
Oder auf dem Gunung Batur zum Sonnenaufgang?
Nein?
Ich auch nicht.



     




Vor kurzem bekamen wir überraschend Besuch. Zwei Freunde, die wir lange nicht mehr gesehen hatten, standen plötzlich mit ihrem schicken kleinen Cabrio vor unserem Einfahrtstor, im Gepäck eine schöne Flasche Wein, einen kleinen Kasten gekühlten Bieres und jede Menge faszinierende Geschichten. Es war einer dieser Freitage der letzten Wochen, sonnig, heiß und sommerlich. Der perfekte Tag also, um einen einfachen kalten Salat zu kredenzen und den Abend am Pool zu verbringen, bei einem Gläschen Wein und angeregten Gesprächen..






Unsere beiden Freunde erzählten von den unglaublichen Reisen, die sie während der letzten Jahre gemacht hatten, und wir lehnten uns gemütlich in die Kissen zurück und lauschten. Sie erzählten von ihrer Safari in Kenia, von dem riesigen Zelt, das für sie extra in der Savanne aufgeschlagen worden war - so einfach und schlicht und doch voll von unerwartetem Luxus mitten in der Serengeti - und von den wilden Tieren, die völlig unbeeindruckt an ihrem Schlafplatz vorüberzogen. Und während sie uns schilderten wie eine Herde Giraffen in der Abenddämmerung ganz nahe an ihrem Zelt vorbeitrottete, wiegten sich die Gardinen unserer Pool Lounge ganz sanft, geradeso als habe der Abendwind seine Arme ums sie geschlungen um eine geschmeidige zärtliche Rumba mit ihnen zu tanzen.















Unsere Freunde erzählten uns von Mexiko und seinen geheimnisvollen Höhlensystemen, die ihnen, als erfahrene Taucher ganz besondere Abenteuer versprachen. Aber auch von der unglaublichen Dunkelheit da drinnen und der Enge, die sogar sie beide an den Rand ihrer Grenzen gebracht hatte. Ein Erlebnis, das faszinierend und beängstigend gleichermaßen war und von dem sie heute noch nicht sagen konnten, ob sie das wohl jemals noch einmal erleben wollten. Währenddessen kräuselte sich dicht neben uns das Wasser in unserem Pool ganz leicht und bewegte sich die ganze Zeit geräuschlos sanft in Richtung Beckenrand. Der Abend ging langsam in die Nacht über. Durch die Lampen tief unten im Wasser erstrahlte der Pool in hellem Türkis, glasklar und freundlich und einladend.




Inszwischen hatten wir alle Kerzen in den Laternen angezündet und das lichte Flackern der Flammen erinnerte die beiden an ihre Wanderung auf den Gunung Batur - einem aktiven Vulkan auf Bali. Der Weg führte sie noch im Dunkeln der Nacht durch niedriges Buschwerk hindurch in Richtung Berg, an dessen Ende bald schon ein feuriges Leuchten zu erkennen war, von dem man erst nicht genau sagen konnte, ob es wohl der Berg selber war, oder die Sonne, die ihre ersten Strahlen in den Tag sandte. Sie erzählten von einem der schönsten Sonnenaufgänge, die sie je gesehen hatten, während um uns der Tag endgültig versank und tiefste Dunkelheit sich über das Stück Wiese und die Hortensienhecke rund um das Pool legte. Nur die Lichter der Kerzen in den Laternen zeichneten kryptische Bilder an Wände und Gardinen und in den Wein in unseren Gläsern.

Ich fühlte mich so wohl und geborgen in diesem Moment, so beschützt in dem kleinen umfriedeten uneinsichtigen Bereich. Natürlich verspürte ich auch ein klein wenig Fernweh. Natürlich würde ich sehr gerne in den herrlichen Weiten der Serengeti die wunderbare Wildnis erleben und die dort lebenden Tiere beobachten. Natürlich würde ich sehr gerne einmal einen aktiven Vulkan besteigen und in den Schlund seines Kraters blicken.











Doch an diesem Abend fühlte ich auch ganz deutlich, dass ich genau dort war, wo ich sein wollte, dass es genau das war, wovon ich immer geträumt habe: Von einem schönen gemütlichen Zuhause, umgeben von lieben Dingen und lieben Menschen. Einem Haus, in das Freunde mit Freuden zu Besuch kommen und mir Geschichten mitbringen aus der großen weiten Welt. Und mir wurde einmal mehr bewußt, dass ich glücklich bin, hier zu sein, wo ich bin. Und ganz besonders auch, dass ich glücklich war, der zu sein, der ich bin:
Ein Homebody!




Meine lieben Freunde, mit dem heutigen dritten Teil bin ich am (vorläufigen) Ende meiner kleine Serie angelangt. Möglicherweise kehre ich mit einem vierten Teil noch einmal zurück - aber das ist dann schon eine herbstliche Geschichte.
Dankeschön, dass ihr mit mir von einem Outdoor-Sitzplatz unseres Gartens zum nächsten gewandert seid und ich hoffe, ihr hattet ein wenig Spaß dabei. Mir zumindest hat es große Freude gemacht, euch mitzunehmen.
Genießt noch die letzten Tage des Augusts und freut euch, gemeinsam mit mir, auf einen sanften herbstlichen September!

Bis bald
Hilda 









Mittwoch, 22. August 2018

Outdoor Living Spaces Part 2: The Deck!





Eintausendzweihundert Stunden! 
Mindestens!

Eintausendzweihundert Stunden meines Lebens habe ich diesen Sommer draußen verbracht. Mit denken und reden und gärtnern und essen und schwimmen und sitzen und träumen ...
mit leben eben!

Eintausendzweihundert Stunden! 
Mindestens!
Bis jetzt ...







Über unsere Sofas, Feuteuils und Ohrensessel hätten wir getrost weiße Laken ausbreiten können, denn die verstauben unbenützt und vereinsamt da drinnen im Haus. Die Küche benützen wir zwar noch, aber der Esstisch ist mittlerweile eher zu einer großen Abstellfläche zwischen Herd und Terrassentisch verkommen. In einer gemütlichen Runde daran zusammengesessen hat dort seit Monaten keiner mehr.
Outdoor Living - draußen leben - hat in diesem herrlichen nichtendenwollenden Sommer eine ganz neue Dimension erreicht. Zumindest für Sommerkinder, Sonnenanbeter, Gartenenfreaks und Freiluftenthusiasten. Also für Menschen, wie mich! An manchen Tagen - eigentlich an allen arbeitsfreien Tagen seit April - ging ich morgens zwischen sechs und halb sieben mit der Kaffeetasse ins Freie und erst zur Schlafenszeit wieder zurück ins Haus. Mal von kleinen Stippvisiten in der Küche oder im Badezimmer abgesehen, sind das fünfzehn, sechzehn Stunden täglich - eintausendzweihundert insgesamt, mindestens .... bis jetzt!












In so vielen Stunden des Draußenlebens, haben sich natürlich Gewohnheiten und Rituale etabliert. Für jede Tageszeit gibt es mittlerweile einen Lieblingsplatz. Der Morgenkaffee wird in der kleinen Eingangslounge getrunken. Dort ist es morgens schattig und erfrischend kühl - genau der richtige Ort also, um wach zu werden und den Tag zu beginnen.

Für die Mahlzeiten trifft man sich dann am großen Tisch auf der Holzterrasse. Ein einfacher billiger Pavillon schafft hier zur brütend heißen Mittagszeit genügend Schatten und lässt dennoch jedes angenehme Lüftchen durch. Gegessen wird ja ohnehin nicht viel. Ein bisschen Brot, ein wenig Käse und süße Trauben. Der feine Duft der Rosmarinbüsche, die gleich daneben auf der Sitzbank stehen, verstärkt noch die Illusion, dass man sich eigentlich an einem Ort viel weiter südlich befindet, auf Sardinien etwa - oder Sizilien.

Abends, wenn die Sonne sich längst schon hinter das Haus verzogen hat, ist es hier dann erst recht gemütlich. Bei Kerzenschein und Wein verplaudert sich die Zeit ganz von alleine. Oder falls man den Tag lieber schweigend beschließen möchte, lehnt man sich einfach auf einer der Liegen zurück und schaut den fallenden Sternen zu.




Eintausendzweihundert Stunden draußen leben, meine Lieben, das ist schon eine ganze Menge. Da nehmen wir uns heuer bestimmt einiges an sommerlichen Energien mit, für die kühleren, dunkleren Tage. Da bleibt wohl einiges an Sonnenschein und Helligkeit im Herzen hängen ... hoffe ich zumindest.

Wo immer ihr diese heißen Tage auch verbracht haben mögt, ihr Lieben, ob drinnen in eurem kühlen Heim oder draußen an einem schattigen Plätzchen, ich wünsche euch von Herzen, dass ihr die Zeit geniessen konntet. Habt noch einen wunderschönen Mittwoch und eine feine restliche Woche!

Bis bald
Eure Hilda