Outdoor Living Spaces – Part 3: The Pool Lounge

Ward ihr schon einmal Höhlentauchen in Mexiko?
Oder in einem Luxus-Safari-Camp in der Serengeti?
Oder auf dem Gunung Batur zum Sonnenaufgang?
Nein?
Ich auch nicht.

Vor kurzem bekamen wir überraschend Besuch. Zwei Freunde, die wir lange nicht mehr gesehen hatten, standen plötzlich mit ihrem schicken kleinen Cabrio vor unserem Einfahrtstor, im Gepäck eine schöne Flasche Wein, einen kleinen Kasten gekühlten Bieres und jede Menge faszinierende Geschichten. Es war einer dieser Freitage der letzten Wochen, sonnig, heiß und sommerlich. Der perfekte Tag also, um einen einfachen kalten Salat zu kredenzen und den Abend am Pool zu verbringen, bei einem Gläschen Wein und angeregten Gesprächen..

Unsere beiden Freunde erzählten von den unglaublichen Reisen, die sie während der letzten Jahre gemacht hatten, und wir lehnten uns gemütlich in die Kissen zurück und lauschten. Sie erzählten von ihrer Safari in Kenia, von dem riesigen Zelt, das für sie extra in der Savanne aufgeschlagen worden war – so einfach und schlicht und doch voll von unerwartetem Luxus mitten in der Serengeti – und von den wilden Tieren, die völlig unbeeindruckt an ihrem Schlafplatz vorüberzogen. Und während sie uns schilderten wie eine Herde Giraffen in der Abenddämmerung ganz nahe an ihrem Zelt vorbeitrottete, wiegten sich die Gardinen unserer Pool Lounge ganz sanft, geradeso als habe der Abendwind seine Arme ums sie geschlungen um eine geschmeidige zärtliche Rumba mit ihnen zu tanzen.

Unsere Freunde erzählten uns von Mexiko und seinen geheimnisvollen Höhlensystemen, die ihnen, als erfahrene Taucher ganz besondere Abenteuer versprachen. Aber auch von der unglaublichen Dunkelheit da drinnen und der Enge, die sogar sie beide an den Rand ihrer Grenzen gebracht hatte. Ein Erlebnis, das faszinierend und beängstigend gleichermaßen war und von dem sie heute noch nicht sagen konnten, ob sie das wohl jemals noch einmal erleben wollten. Währenddessen kräuselte sich dicht neben uns das Wasser in unserem Pool ganz leicht und bewegte sich die ganze Zeit geräuschlos sanft in Richtung Beckenrand. Der Abend ging langsam in die Nacht über. Durch die Lampen tief unten im Wasser erstrahlte der Pool in hellem Türkis, glasklar und freundlich und einladend.

Inszwischen hatten wir alle Kerzen in den Laternen angezündet und das lichte Flackern der Flammen erinnerte die beiden an ihre Wanderung auf den Gunung Batur – einem aktiven Vulkan auf Bali. Der Weg führte sie noch im Dunkeln der Nacht durch niedriges Buschwerk hindurch in Richtung Berg, an dessen Ende bald schon ein feuriges Leuchten zu erkennen war, von dem man erst nicht genau sagen konnte, ob es wohl der Berg selber war, oder die Sonne, die ihre ersten Strahlen in den Tag sandte. Sie erzählten von einem der schönsten Sonnenaufgänge, die sie je gesehen hatten, während um uns der Tag endgültig versank und tiefste Dunkelheit sich über das Stück Wiese und die Hortensienhecke rund um das Pool legte. Nur die Lichter der Kerzen in den Laternen zeichneten kryptische Bilder an Wände und Gardinen und in den Wein in unseren Gläsern.

Ich fühlte mich so wohl und geborgen in diesem Moment, so beschützt in dem kleinen umfriedeten uneinsichtigen Bereich. Natürlich verspürte ich auch ein klein wenig Fernweh. Natürlich würde ich sehr gerne in den herrlichen Weiten der Serengeti die wunderbare Wildnis erleben und die dort lebenden Tiere beobachten. Natürlich würde ich sehr gerne einmal einen aktiven Vulkan besteigen und in den Schlund seines Kraters blicken.

Doch an diesem Abend fühlte ich auch ganz deutlich, dass ich genau dort war, wo ich sein wollte, dass es genau das war, wovon ich immer geträumt habe: Von einem schönen gemütlichen Zuhause, umgeben von lieben Dingen und lieben Menschen. Einem Haus, in das Freunde mit Freuden zu Besuch kommen und mir Geschichten mitbringen aus der großen weiten Welt. Und mir wurde einmal mehr bewußt, dass ich glücklich bin, hier zu sein, wo ich bin. Und ganz besonders auch, dass ich glücklich war, der zu sein, der ich bin:
Ein Homebody!

Meine lieben Freunde, mit dem heutigen dritten Teil bin ich am (vorläufigen) Ende meiner kleine Serie angelangt. Möglicherweise kehre ich mit einem vierten Teil noch einmal zurück – aber das ist dann schon eine herbstliche Geschichte.
Dankeschön, dass ihr mit mir von einem Outdoor-Sitzplatz unseres Gartens zum nächsten gewandert seid und ich hoffe, ihr hattet ein wenig Spaß dabei. Mir zumindest hat es große Freude gemacht, euch mitzunehmen.
Genießt noch die letzten Tage des Augusts und freut euch, gemeinsam mit mir, auf einen sanften herbstlichen September!

Bis bald
Hilda

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