Mittwoch, 29. August 2018

Outdoor Living Spaces - Part 3: The Pool Lounge


Ward ihr schon einmal Höhlentauchen in Mexiko?
Oder in einem Luxus-Safari-Camp in der Serengeti?
Oder auf dem Gunung Batur zum Sonnenaufgang?
Nein?
Ich auch nicht.



     




Vor kurzem bekamen wir überraschend Besuch. Zwei Freunde, die wir lange nicht mehr gesehen hatten, standen plötzlich mit ihrem schicken kleinen Cabrio vor unserem Einfahrtstor, im Gepäck eine schöne Flasche Wein, einen kleinen Kasten gekühlten Bieres und jede Menge faszinierende Geschichten. Es war einer dieser Freitage der letzten Wochen, sonnig, heiß und sommerlich. Der perfekte Tag also, um einen einfachen kalten Salat zu kredenzen und den Abend am Pool zu verbringen, bei einem Gläschen Wein und angeregten Gesprächen..






Unsere beiden Freunde erzählten von den unglaublichen Reisen, die sie während der letzten Jahre gemacht hatten, und wir lehnten uns gemütlich in die Kissen zurück und lauschten. Sie erzählten von ihrer Safari in Kenia, von dem riesigen Zelt, das für sie extra in der Savanne aufgeschlagen worden war - so einfach und schlicht und doch voll von unerwartetem Luxus mitten in der Serengeti - und von den wilden Tieren, die völlig unbeeindruckt an ihrem Schlafplatz vorüberzogen. Und während sie uns schilderten wie eine Herde Giraffen in der Abenddämmerung ganz nahe an ihrem Zelt vorbeitrottete, wiegten sich die Gardinen unserer Pool Lounge ganz sanft, geradeso als habe der Abendwind seine Arme ums sie geschlungen um eine geschmeidige zärtliche Rumba mit ihnen zu tanzen.















Unsere Freunde erzählten uns von Mexiko und seinen geheimnisvollen Höhlensystemen, die ihnen, als erfahrene Taucher ganz besondere Abenteuer versprachen. Aber auch von der unglaublichen Dunkelheit da drinnen und der Enge, die sogar sie beide an den Rand ihrer Grenzen gebracht hatte. Ein Erlebnis, das faszinierend und beängstigend gleichermaßen war und von dem sie heute noch nicht sagen konnten, ob sie das wohl jemals noch einmal erleben wollten. Währenddessen kräuselte sich dicht neben uns das Wasser in unserem Pool ganz leicht und bewegte sich die ganze Zeit geräuschlos sanft in Richtung Beckenrand. Der Abend ging langsam in die Nacht über. Durch die Lampen tief unten im Wasser erstrahlte der Pool in hellem Türkis, glasklar und freundlich und einladend.




Inszwischen hatten wir alle Kerzen in den Laternen angezündet und das lichte Flackern der Flammen erinnerte die beiden an ihre Wanderung auf den Gunung Batur - einem aktiven Vulkan auf Bali. Der Weg führte sie noch im Dunkeln der Nacht durch niedriges Buschwerk hindurch in Richtung Berg, an dessen Ende bald schon ein feuriges Leuchten zu erkennen war, von dem man erst nicht genau sagen konnte, ob es wohl der Berg selber war, oder die Sonne, die ihre ersten Strahlen in den Tag sandte. Sie erzählten von einem der schönsten Sonnenaufgänge, die sie je gesehen hatten, während um uns der Tag endgültig versank und tiefste Dunkelheit sich über das Stück Wiese und die Hortensienhecke rund um das Pool legte. Nur die Lichter der Kerzen in den Laternen zeichneten kryptische Bilder an Wände und Gardinen und in den Wein in unseren Gläsern.

Ich fühlte mich so wohl und geborgen in diesem Moment, so beschützt in dem kleinen umfriedeten uneinsichtigen Bereich. Natürlich verspürte ich auch ein klein wenig Fernweh. Natürlich würde ich sehr gerne in den herrlichen Weiten der Serengeti die wunderbare Wildnis erleben und die dort lebenden Tiere beobachten. Natürlich würde ich sehr gerne einmal einen aktiven Vulkan besteigen und in den Schlund seines Kraters blicken.











Doch an diesem Abend fühlte ich auch ganz deutlich, dass ich genau dort war, wo ich sein wollte, dass es genau das war, wovon ich immer geträumt habe: Von einem schönen gemütlichen Zuhause, umgeben von lieben Dingen und lieben Menschen. Einem Haus, in das Freunde mit Freuden zu Besuch kommen und mir Geschichten mitbringen aus der großen weiten Welt. Und mir wurde einmal mehr bewußt, dass ich glücklich bin, hier zu sein, wo ich bin. Und ganz besonders auch, dass ich glücklich war, der zu sein, der ich bin:
Ein Homebody!




Meine lieben Freunde, mit dem heutigen dritten Teil bin ich am (vorläufigen) Ende meiner kleine Serie angelangt. Möglicherweise kehre ich mit einem vierten Teil noch einmal zurück - aber das ist dann schon eine herbstliche Geschichte.
Dankeschön, dass ihr mit mir von einem Outdoor-Sitzplatz unseres Gartens zum nächsten gewandert seid und ich hoffe, ihr hattet ein wenig Spaß dabei. Mir zumindest hat es große Freude gemacht, euch mitzunehmen.
Genießt noch die letzten Tage des Augusts und freut euch, gemeinsam mit mir, auf einen sanften herbstlichen September!

Bis bald
Hilda 









Mittwoch, 22. August 2018

Outdoor Living Spaces Part 2: The Deck!





Eintausendzweihundert Stunden! 
Mindestens!

Eintausendzweihundert Stunden meines Lebens habe ich diesen Sommer draußen verbracht. Mit denken und reden und gärtnern und essen und schwimmen und sitzen und träumen ...
mit leben eben!

Eintausendzweihundert Stunden! 
Mindestens!
Bis jetzt ...







Über unsere Sofas, Feuteuils und Ohrensessel hätten wir getrost weiße Laken ausbreiten können, denn die verstauben unbenützt und vereinsamt da drinnen im Haus. Die Küche benützen wir zwar noch, aber der Esstisch ist mittlerweile eher zu einer großen Abstellfläche zwischen Herd und Terrassentisch verkommen. In einer gemütlichen Runde daran zusammengesessen hat dort seit Monaten keiner mehr.
Outdoor Living - draußen leben - hat in diesem herrlichen nichtendenwollenden Sommer eine ganz neue Dimension erreicht. Zumindest für Sommerkinder, Sonnenanbeter, Gartenenfreaks und Freiluftenthusiasten. Also für Menschen, wie mich! An manchen Tagen - eigentlich an allen arbeitsfreien Tagen seit April - ging ich morgens zwischen sechs und halb sieben mit der Kaffeetasse ins Freie und erst zur Schlafenszeit wieder zurück ins Haus. Mal von kleinen Stippvisiten in der Küche oder im Badezimmer abgesehen, sind das fünfzehn, sechzehn Stunden täglich - eintausendzweihundert insgesamt, mindestens .... bis jetzt!












In so vielen Stunden des Draußenlebens, haben sich natürlich Gewohnheiten und Rituale etabliert. Für jede Tageszeit gibt es mittlerweile einen Lieblingsplatz. Der Morgenkaffee wird in der kleinen Eingangslounge getrunken. Dort ist es morgens schattig und erfrischend kühl - genau der richtige Ort also, um wach zu werden und den Tag zu beginnen.

Für die Mahlzeiten trifft man sich dann am großen Tisch auf der Holzterrasse. Ein einfacher billiger Pavillon schafft hier zur brütend heißen Mittagszeit genügend Schatten und lässt dennoch jedes angenehme Lüftchen durch. Gegessen wird ja ohnehin nicht viel. Ein bisschen Brot, ein wenig Käse und süße Trauben. Der feine Duft der Rosmarinbüsche, die gleich daneben auf der Sitzbank stehen, verstärkt noch die Illusion, dass man sich eigentlich an einem Ort viel weiter südlich befindet, auf Sardinien etwa - oder Sizilien.

Abends, wenn die Sonne sich längst schon hinter das Haus verzogen hat, ist es hier dann erst recht gemütlich. Bei Kerzenschein und Wein verplaudert sich die Zeit ganz von alleine. Oder falls man den Tag lieber schweigend beschließen möchte, lehnt man sich einfach auf einer der Liegen zurück und schaut den fallenden Sternen zu.




Eintausendzweihundert Stunden draußen leben, meine Lieben, das ist schon eine ganze Menge. Da nehmen wir uns heuer bestimmt einiges an sommerlichen Energien mit, für die kühleren, dunkleren Tage. Da bleibt wohl einiges an Sonnenschein und Helligkeit im Herzen hängen ... hoffe ich zumindest.

Wo immer ihr diese heißen Tage auch verbracht haben mögt, ihr Lieben, ob drinnen in eurem kühlen Heim oder draußen an einem schattigen Plätzchen, ich wünsche euch von Herzen, dass ihr die Zeit geniessen konntet. Habt noch einen wunderschönen Mittwoch und eine feine restliche Woche!

Bis bald
Eure Hilda











Samstag, 11. August 2018

Outdoor Living Spaces Part 1: The Front Porch







Das Herumsitzen im Garten ist eine Fähigkeit, derer ein reger, tüchtiger Gärtner meist nicht mächtig ist. Und so soll es auch sein, denn wie bemerkte der großartige Rudyard Kipling völlig richtig: "Ein Garten entsteht nicht dadurch, dass man im Schatten sitzt."  -  Fleißige Hände, die lieber in der Erde graben, als im Schoße ruhen, sind nun mal die Grundlagen eines jeden schönen Gartens. Ein Segen also, wenn der Mensch, der als Gärtner in diesem gestalteten Stück Land wirkt, kein Sitzfleisch besitzt.











Als unsichtbarer Beobachter in einem Garten, könnte man daher dem Gärtner häufig bei einem gar wunderlichen Treiben zusehen. Es wird mit Mühe ein gemütlicher Sitzplatz errichtet, wohl durchdacht und so geplant, dass man die Ruhe, die man hier finden soll, auch wirklich geniessen kann. Ist dieser Ort der Entspannung dann "fertig", so nimmt sein Erschaffer wahrscheinlich sogar darin Platz. Aber nicht etwa um auszuruhen, sondern vielmehr um die Wirkung des geschaffenen Refugiums zu überprüfen. Nicht selten währt sein Verharren auch nur wenige Sekunden, denn schon hat der prüfende Blick ein kleine (für das nichtgärtnerische Auge meist unsichtbare) Unperfektheit entdeckt. Was den Gärtner natürlich auftreibt, um diese Misslichkeit schleunigst zu entfernen. Möglicherweise kehrt er danach tatsächlich an den Platz zurück, um sich abermals niederzulassen, wird aber mit Bestimmtheit einer anderen Ungereimtheit in seiner Schöpfung ansichtig, die es schleunigst zu beseitigen gilt.  Ein Weilchen später das selbe Spiel noch einmal und noch einmal und noch einmal. Am Ende mag den Gärtner die wunderbare Gestaltung der Ruhezonen seines Gartens mit Stolz erfüllen, den eigentlich Sinn dieser Orte aber, die Entspannung, selber nie wirklich erfahren.











 Mag sein, dass ich hier ein wenig übertreibe, meine Lieben. Doch steckt in meiner Beschreibung bestimmt mehr Wahrheit,  als nur ein Fünkchen. Einige Gartenliebhaber, die so oder ähnlich agieren sind mir persönlich bekannt. Und wahrscheinlich bin ich selber da keine Ausnahme. Oder zumindest war ich das nicht bis vor kurzem. Bis zu diesem Jahr, diesem Sommer um genauer zu sein. Dieser  heiße südländische Sommer hat, wie ich euch in meinem letzten Post bereits erzählte, etwas bewirkt:
Er hat mich zur Ruhe kommen lassen. Und das nicht nur für gerade mal fünf Minuten, oh nein! Ganze Nachmittage - mitunter ganze Tage sogar - fand man mich sitzend, oder lümmelnd, oder liegend in irgendeinem angenehm beschatteten Sitzbereich unseres Gartens.









Von daher ist es nur logisch, dass ich den Outdoor-Sitzbereichen unseres Hauses und Gartens heuer ganz besonders viel Augemerk geschenkt habe. Schließlich hab ich dort viel Zeit verbracht - und tue das noch. Ebenso logisch erscheint mir nun, ihr Lieben, dass ich euch, in einer Mini-Serie hier auf hildisgoodlife.com die Ergebnisse meiner Bemühungen zeige. Begonnen habe ich heute mit unserem Windfang, wie wohl einige von euch unschwer erkennen konnten (schließlich habe ich diesen Bereich erst letzten Herbst als unsere neue Outdoor-Kuschelzone vorgestellt).











Zum Abschluß, liebe Freunde, meine allerliebsten Grüße für euch. Es ist so schön, wieder zu bloggen und noch schöner ist es euch alle wiederzusehen hier und wiederzulesen auf euren Blogs.
Mein herzlichster Dank gilt all den Lieben unter euch, die mir auf meinem letzten Post einen Kommentar hinterlassen haben, auch wenn ich selber in dieser Hinischt grade immer noch sehr faul bin. Habt noch ein wenig Geduld mit mir, grad bin ich noch so mit Herumsitzen beschäftigt, doch das wird sicherlich nicht so bleiben ;-).... 

Ich wünsche euch allen ein entspannendes sonniges Wochenende!

Bis bald
Eure Hilda




Verlinkt bei: Gartenglück













Mittwoch, 8. August 2018

Nothing is As Nice As Finding Paradise ...

... and sitting in the Summer sun!


Von Herzen willkommen, ihr Lieben, zurück hier auf meinem Blog.
Ich freue mich so sehr, euch wiederzusehen und hoffe,
ihr seid alle in heiterer Sommerstimmung und gut drauf!





 Oh, dieser Sommer! Dieser Sommer hat unser Leben, unser Tun, unsere gesamte Welt derzeit
ganz fest im Griff. Er schwingt seinen Taktstock und gibt einen für unsere Breiten gänzlich
ungewohnten Rhythmus vor! Die anhaltend hohen Temperaturen verlangen geradezu
nach einer viel gelasseneren Lebensweise, als wir es hierzulande eigentlich gewöhnt sind.
Wir werden beinahe schon gezwungen, mal zwei Gänge runter zu schalten, wo einen
doch jedes allzu hektische, kraftraubende Treiben an den Rande eines Hitzeschlags zu führen
droht. Man kann sich einer "Living-life-the-easy-way"-Gangart nur schwer entziehen.
Und warum sollte man das auch?




 

Mit einem Male werden ganz einfache Dinge wichtig. Ein bequemes schattiges Plätzchen
im Garten, zum Beispiel, von dem aus man den Duft dieses Sommers entspannt aufsaugen
kann. Von dem aus man all die Pflanzen und Blumen im Auge hat, die bei diesen Tempera-
turen erst so richtig zur Höchstform auflaufen. Und von dem aus man dem Summen und
Brummen und Schwirren der vielen Insekten lauschen kann, denen diese Hitze ganz offen-
sichtlich nichts anzuhaben scheint. Und sollte der Garten gleich mit mehreren solcher hochsommertauglichen Sitzplätzen aufwarten, umso besser. So lässt es sich mühelos und
in nur wenigen Schritten immer wieder die Perspektive wechseln.







Es ist erstaunlich, was dieser Sommer - und sein südländischer Rhythmus - in einem sonst getriebenen ruhelosen Menschen bewirken kann. Die Gedanken schlagen auf einmal eine
ganz neue Richtung ein. Der Kopf hört irgendwann auf ständig virtuelle Checklisten abzu-
arbeiten und lässt einfachere, leichtere Gedankenkost zu. So lange, bis sich schließlich nur
noch Dankbarkeit und Glücksgefühle breit machen. Mit einem Male sieht man deutlicher,
was alles man geschafft und geschaffen hat und all das Schöne, das einem zuteil wird. Man
genießt die kleinen Wunder und Selbstverständlichkeiten um einen herum, die durch den unaufhörlichen Sonnenschein in ein gleißendes Licht getaucht werden. Und hört schließlich irgendwann damit auf, ständig darüber nachzugrübeln, was alles noch getan werden sollte.











Ganz leise und behutsam formt sich plötzlich eine wohltuende Klarheit darüber, wie die Person
ist, die man gerne sein möchte und vor einem geistigen Auge öffnen sich mit einem Male
Wege dahin. Es ist so einfach, die Dinge so zu nehmen, wie sie kommen - und wohltuend auch!
In solchen Momenten ist gar nichts mehr wichtig, als das eine: Sich seines eigenen kleinen 
Paradieses bewusst zu sein und sich darin in der Sommersonne genüsslich zu räkeln.















Be, what you wonna be,
taking things the way they come,
nothing is as nice as finding paradise and
sitting in the summer sun!

Lalala the summer sun,
lalala the summer sun ....


Eure Hilda