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Oh, Spring! Oh, Spring!

Der Frühling! Der Frühling!

Endlich ist jene Zeit im Jahr angebrochen,
die so ganz und gar meine ist:
Die „Draußen-Zeit“, die Gartenzeit!
Winterjacken können endlich weg gehängt werden,
warm gefütterte Stiefel können ganz hinten im Schuhschrank verstauben,
jetzt endlich wird alles wieder leichter. Offener. Freier!

Die Fenster und Türen genauso weit offen, wie das Herz –
ja, das ist MEINE Zeit!

Was rauschet, was rieselt, was rinnet so schnell?
Was blitzt in der Sonne? Was schimmert so hell?
Und als ich so fragte, da murmelt der Bach:
„Der Frühling, der Frühling, der Frühling ist wach!

Was knospet, was keimet, was duftet so lind?
Was grünet so fröhlich, was flüstert im Wind?
Und als ich so fragte, da rauscht es im Hain:
„Der Frühling, der Frühling, der Frühling zieht ein!“

Was klinget, was klaget, was flötet so klar?
Was jauchzet, was jubelt so wunderbar?
Und als ich so fragte, die Nachtigall schlug:
„Der Frühling, der Frühling!“ Da wusst‘ ich genug!

„Der Frühling“ von Heinrich Seidel (1842-1906)

There have been so wonderful sunny and springlike weeks
already this year here in Upper Austria.
All days on the weekends we spent outside
with a little bit gardening
a little bit working around the house
and much sitting in the sun
enjoying the warmth and the springy air
and the great views!

Was hatten wir schon für wunderbare sonnige Wochen heuer.
Der Frühling hat sich schon längst breit gemacht hierzulande
und hat uns aus dem Haus gelockt
um ein bisschen zu graben,
um ein bisschen zu pflanzen
und um ganz viel zu sitzen an sonnigen Plätzen
und die Wärme und die lauen Lüfte genießen.
Auf der Südseite unserer Terrasse etwa
und zum Abend hin auf unserer Dachterrasse
(mit einem herrlichen Blick auf unser Heimatdorf)

Draußen auf den Wiesen und Auen vor unserem Gartenzaun tummeln sich
die Hasen und feiern ihr eigenes Frühlingsfest,

On the meadows and fields outside our garden gate
there also have been celebrated spring parties …

während Ginger auf ihrem Feldherrnhügel alles genau beobachtet.
Nicht nur Hasen, die da draußen vorbeilaufen – nein jeder Spaziergänger
der am Fuße unseres Hügels den Weg Richtung Krems-Au einschlägt, wird registriert
und manchmal mit aufmerksamen Gebelle darauf hin gewiesen,
wer hier die Herrin ist (erst Recht, wenn da ein Hund dabei ist …)

… while Ginger was sitting on her „Commander’s Hill“
watching everything and everyone there outside.
Not only the deers and hares,
but also all those passengers taking a sunday walk in the wonderful nature
on the button of the hill were often accompanied by her barking!

Und abends, wenn es dann zu kühl ist zum draußen Sitzen,
wird drinnen gestickt:
Frühlingsmotive natürlich!

Das erste fertige Werk ist auch schon wieder weg –
verschenkt bei einer Frühlingstausch-Aktion in unserem StickClub.

And in the evenings, when the sun is down
and it is too cold to sit outside
I am busy stitching – spring motives of course.

This piece (the first spring project I finished this year)
is already given away – as a spring exchange in our stitching club.

„Spring on Chestnut Blvd.“ Kit & Bixby
Fabric: 28 ct Etamine
Threads: DMC as charted

Ich wünsche euch allen einen schönen Frühlingsanfang!
Macht auf die Türen und Fenster
und auch eure Herzen
und lasst die muffige Winterluft raus und die Sonne rein!

Bis bald
Eure Hilda

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Dreams of Spring

Ich läute zwar für Elfenohren,
doch hört mich manches Menschenkind.
Als Glöcklein werde ich geboren,
zum Frühlingsahnen auserkoren,
mein Stimmchen trägt der laue Wind.

Schon vor Wochen haben die lieblichen kleinen Glöckchen
angefangen zu läuten.
Doch der Frühling schien sie nicht hören zu wollen
und lässt auf sich warten.

Since weeks these enchanting little flowers
let us dream of spring
but still it has not come yet.

Obwohl strahlender Sonnenschein
einen die letzten beiden Tage
hoffnungsvoll aus dem Haus ins Freie lockte,
machte in eiskalter Wind
den Frühlingsträumereien rasch wieder ein Ende.

Although we had two very sunny days these days
it was too cold and windy to enjoy the weekend outside.

Geschwister sprießen in der Runde,
sie tragen Frohmut, streuen ihn.
Ein Freudenruf in aller Munde,
es kommt der Lenz! Die frohe Kunde
versend ich durch die Lande hin.

(„Schneeglöckchens Weckruf“, Gedicht von Ingo Baumgartner)

Und dennoch:
Beim Anblick dieser bezaubernden Frühlingsboten
spüre ich tatsächlich jedes Mal Frohmut
und werde wieder guter Dinge
und weiß …

But still,
everytime I see snowdrops on my daily walks
I am getting a little more happy and a little more hopeful
that spring will come …

„Es kommt der Lenz“

… und hoffentlich bald!

These Snowdrops, which I finished as a little pillow
are part of a bigger design out of „Cross Stitch Collection N° 153/Jan. 2008
stitched on 32 ct. natural Linen with DMC-Threads

Eine schöne
Frühlingsanfangswoche
wünsche ich Euch allen!

Und bis dahin
haltet Euch warm und bleibt frohen Mutes!

Eure Hilda

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Ab heute nur noch Gänseblümchen …

Aschermittwoch ist’s und die Fastenzeit beginnt.
Viele Diäten und Reinigungsmaßnahmen werden am heutigen Tage angefangen.

Auch ich habe mir Gedanken gemacht,
mit welchen ungesunden oder unschönen Gewohnheiten
ich in der Fastenzeit brechen – oder diese zumindest einschränken möchte.
Und so hab ich mir eine neue „Diät“ ausgedacht:
Die Nur-noch-Gänseblümchen-Diät.

Wer nun glaubt, dass ich ab heute die frischen jungen Frühlingswiesen abgrase,
auf der Suche nach den kleinen Blümchen, um mich davon zu ernähren,
ist auf dem Holzweg.
Es ist keine körperliche Diät.
Es ist eine geistige – eine „Gedankendiät“

In den letzten Jahren,
in denen es in meinem Leben viele und lange hektische Phasen gab,
hat sich bei mir eine Unart eingeschlichen,
ich schimpfe,
gedanklich.
Denke schlechte Worte
beim Autofahren
in der Stadt
im Büro.
Als gut erzogener Mensch spreche ich sie selten aus,
oder wenn dann meistens für mich alleine,
aber sie sind da
und mit ihnen auch Ärger und Zorn.

Vor ein paar Wochen ist mir etwas passiert.
Ich hatte wieder so eine Phase
ich dachte ziemlich viel Müll
und dann eines Morgens auf dem Weg ins Büro,
ich war total mies drauf,
da knallte mitten auf der Autobahn
ein voller Müllsack in mein Auto.
Er zerriss und eine Menge Müll flog um mich rum.
Der Müll flog mir also buchstäblich um die Ohren.

Ich bin kein bisschen esoterisch veranlagt,
aber das gab mir zu denken.

Und darum:

Ab heute möchte ich gerne meine miesen Schimpfwortgedanken
verwandeln in
„Gänseblümchen“
Denn was ist lieblicher und unschuldiger
als ein Gedanke an Gänseblümchen.

Wenn mich etwas ärgert,
denke ich „Gänseblümchen“.
Wenn mal wieder vor mir jemand nicht einparken kann und ich deswegen
ein paar Minuten warten muss,
denke ich „Gänseblümchen“.
Und wenn mir morgens vor lauter Stress alles aus der Tasche fällt,
dann denke ich eben „Gänseblümchen“.

Das werde ich mal versuchen,
die ganze Fastenzeit hindurch.
Meine Gänseblümchen-Gedankendiät.

Ich wünsche euch allen eine angenehme ruhige
und entspannende Fastenzeit!

Bis bald
Eure Hilda