A Blog Reanimation

Während die Natur uns alle paar Tage ein grandioses Schauspiel der Ineffizienz liefert,
dekoriere ich nun bereits zum dritten Mal mein Wohnzimmer um.
Stelle den Holzhocker mal hierhin, mal dorthin,
lasse die Pompondecke mal auf das Sofa, mal auf den Ohrensessel fallen und lege die Falten jedes Mal mit viel Mühe so, dass es aussieht, als hätte ich den Sitzplatz gerade eben verlassen und die Decke wäre völlig achtlos einfach liegen geblieben. Beinahe täglich tausche ich den Inhalt der Vase auf dem Sofatisch aus und wenn mir gar nichts mehr gefällt, dann die ganze Vase.

Dabei würde ich viel lieber die Gedanken in meinem Kopf neu arrangieren – oder lieber noch – austauschen. Austauschen gegen meinen alten Optimismus und die vielen Ideen, die früher meine Synapsen zum Schießen brachten. Austauschen gegen Elan und Aktivität und die Vorfreude auf etwas. Etwas Gutes natürlich!

Das Warten darauf, dass sich etwas ändert, dass endlich etwas passiert, hat mich mürbe gemacht. Gleichzeitig fürchte ich mich davor, dass etwas passiert – denn – wie die Erfahrungen der letzten Monate zeigten, könnte es durchaus auch nichts Gutes sein.

Die Zukunftsangst klebt wie übergroßer Kaugummi an meinen Siebenmeilenstiefel und hemmt meinen sonst so forschen Schritt. Wie nur werde ich diesen Stillstand wieder los
und – würde sich die Alocasia neben dem Sideboard nicht viel besser machen?

Hallo!? Eine von Ängsten beherrschte Person war ich noch nie und eine Heulsuse erst recht nicht.
Etwas tun war mir schon immer lieber als abwarten und Tee trinken.
Also nehm ich jetzt erstmal einen beherzten Schluck aus meinem Kaffeebecher und lege los.
Wenn ich schon an der einen Sache nichts ändern kann, im Moment, an einer anderen kann ich es sehr wohl.

Dieser Blog liegt nun schon zu lange in einem nicht klar definierten Dornröschenschlaf.
Die Ausrede, dass ich dafür zu wenig Zeit hätte, ist genau so löchrig, wie die alte Socke, die ich Ginger gerade im Tausch gegen einen Kauknochen abgeluchst habe.

Ich knülle das abgeschlabberte Teil in meiner Faust zusammen, kratze mir damit den Kaugummi von der Sohle und trete beides in die Tonne.

Und jetzt zu dir, Dornröschen …..

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